Jetzt ist wieder Reisetag. Von unserem Hotel in Tainan fuhren wir mit dem Taxi zum THSR, also zum Bahnhof des Hochgeschwindigkeitszuges. Dieser Bahnhof liegt soweit außerhalb, dass sogar die Autofahrt eine gute halbe Stunde dauert.
Ticketautomatenkauf
Am Bahnhof kauften wir die Tickets für den Zug direkt am Automaten, was tadellos und total schnell funktionierte. Ich habe mich total gefreut, dass das so einfach ging und unser Zug bereits 10 Minuten später losfuhr.
Warten auf den Bus
In Taichung nach weniger als einer Stunde angekommen, ging es – nach einem Frühstück direkt am weitläufigen und gut ausgestatteten THSR-Bahnhof – leider nicht mehr so reibungslos weiter. Wir suchten den Bus in die Stadt und wurden von einer Dame mit gelber Weste zu einem anderen Bus geschickt, als der uns von Google Maps vorgeschlagen wurde. Offenbar ist dieser Bus aber ausgefallen und so mussten wir eine halbe Stunde auf den nächsten warten. Der brauchte dann durch den Verkehr der Stadt auch viel länger, als angegeben. Somit waren wir sehr viel länger unterwegs, als geplant.
Lange Reise nach Taichung
Wir waren bei der Reise von Tainan nach Taichung eh schon ein wenig unsicher, ob sich der Schnellzug lohnen würde, weil wir wissen, dass in beiden Städten die entsprechenden Bahnhöfe weit außerhalb des Stadtzentrums liegen. Wenn alle Verbindungen sofort geklappt hätten, dann wäre es optimal gewesen. Doch rückblickend wissen wir, dass die Reise für die rund 175 Kilometer mit dem Regionalzug für uns wahrscheinlich einfacher und schneller gewesen wäre.
Bei der Fahrt vom THSR-Bahnhof in die Stadt Taichung fiel uns auf, dass hier viel mehr Autos und weniger Mopeds unterwegs sind, als in Kaohsiung und Tainan. Im Westen der Stadt stehen sehr viele Neubauten und es gibt sogar eine neue Hochbahn. Doch desto weiter wir in das Zentrum von Taichung kamen, umso älter wurden die Gebäude und umso grauer und enger wurde es.
Automat ersetzt Rezeption
Im Hotel konnten wir auch nicht früher einchecken. Ein Mitarbeiter saß hinter den drei Check-In-Automaten und wies uns darauf hin, dass wir erst ab 16 Uhr den Self-Check-In machen können. Das war für uns echt eigenartig.
Überraschungen in Taichung
Also schlenderten wir ein bisschen herum und machten es uns in einem tollen Kaffeehaus gemütlich.
Positiv überrascht sind wir, dass es hier wirklich eine gute Auswahl an netten Kaffeehäusern gibt.
Überrascht und gleichzeitig eine bisschen schockiert waren wir, dass es hier Sandler gibt. Bisher hatten wir nämlich noch keinen einzigen Obdachlosen gesehen .
Überrascht und erstaunt waren wir dann auch über eine ganz lange Warteschlagen unter den Arkaden eines Gebäudes. Bis wir herausfanden, dass wir vor Miyahara stehen. Eine Kuchenfirma, die hier für ihr Eis berühmt, bekannt und beliebt ist.
Miyahara Kuchen
Wir haben statt der Warteschlange unsere Augenmerk viel mehr auf das Gebäude gelegt. Das Haus wurde 1927 als Augenklinik erbaut und später vom taiwanesischen Gebäckunternehmen Dawn Cake übernommen und sorgfältig restauriert. Als wir in das Geschäft hineingingen, dachten wir, es sieht wie in einer Bibliothek. Doch eigentlich sind hier ganz viele Boxen mit Kuchen, die wie Bücher, CDs oder Schallplatten aussehen. Ein wirklich edles und besonderes Ambiente.
Ein Gedanke zu „Vom Süden nach Taichung zum Miyahara“
schaut sehr gut aus die Mehlspeisen … hhhmmmm